Bergwisel

Via Glaralpina – von Hütte zu Hütte in den Glarneralpen – eine anspruchsvolle Bergwanderung mit atemberaubendem Ambiente; 6. bis 11. September 2020

Eine Tourenwoche des SAC Engelberg, wo bei freien Plätzen auch Nicht-SAC-Mitglieder teilnehmen können.

Das Tourenprogramm:

Sonntag, 6. September Tag 1: Die Wanderung führt vom grünen Hochtal ins ewige Eis. Eine atemberaubende Aussicht auf das Gletscherplateau und zum höchsten Glarner Berg, dem Tödi, ist garantiert. Die Etappe zur Claridenhütte SAC führt vom grünen Hochtal ins ewige Eis – die Aussicht auf den Tödi vom Gämsfairenjoch aus ist eindrücklich. Vom Urnerboden (1383 m ü. M.) geht es dem Bergwanderweg folgend hinauf zum Fisetenpass (2033 m ü. M.), von hier sodann steigt der Alpinwanderweg via Ober Orthalten zum Rund Loch (2287 m ü. M.) und hinauf zum Gämsfairenjoch (2846 m ü. M.) weiter an – und wer den 2971 Meter hohen Gämsfairenstock noch besteigen möchte, es ist nicht mehr weit (45 Minuten bis zum Gipfel). Vom Gämsfairenjoch führt die Via Glaralpina hinunter zum eindrücklichen Claridenfirn. Durch Blockgelände, Senken und über eine Moräne geht’s dem Etappenziel, der Claridenhütte SAC (2453 m ü. M.), entgegen. Ein Abstecher auf den fast 3000er, den Gämsfairenstock (2’971 m ü. M.) liegt je nach Lust und Laune drinn. T4, 5 – 6 h

Montag, 7. September Tag 2: Eine Wanderung von Hütte zu Hütte im Tödigebiet und die Besteigung eines Dreitausenders. Es erwartet einen eine Pflanzen- und Gesteinsvielfalt auf kleinstem Raum: Auf Obersand blühen Alpenblumen in grosser Vielfalt. Von der gemütlich-modernen Claridenhütte SAC (2453 m ü. M.) geht’s durch die imposante Bergwelt über die Beggilüggi (2536 m ü. M.) und kurz danach über saftige Alpweiden weiter. Bestimmt schmückt das eine oder andere Edelweiss den Wegesrand nach Obersand (1927 m ü. M.). Die Blumenvielfalt hier ist einzigartig. Ein Verweilen in diesem Hochtal lohnt sich. Nach einer gemütlichen Rast und einem Lunch aus dem Rucksack verlassen wir die Via Glaralpina für einmal und steigen hinauf ins Hochgebirge. 1000 Hm geht’s nun bergauf, bis wir mitten in der grandiosen Gletscherwelt unser Etappenziel, die Planurahütte auf 2940 m erreichen. Mit einer kurzen alpinen Tour am Nachmittag auf den 3061 Meter hohen Piz Cazaraus kann die heutige Etappe abgerundet werden.  T 3, stellenweise 4, Wanderzeit 5 – 6 h.

Dienstag, 8. September, Tag 3: Abwärts wandernd, wieder zurück auf die Via Glaralpina und zur nächsten SAC Hütte mit Abstecher zu den Dinosauriern. Die gewaltige Tödi Westwand zu unserer Rechten geht’s heute wieder auf der gestrigen Route bergab. Ein kleiner Abstecher unterwegs machen wir noch, um zu den Saurierspuren zu gelangen. Sie liegen oberhalb vom Sandpassweidli, nicht weit vom Gebirgsweg in die Planurahütte – unterhalb des Sandfirns auf einer Höhe von 2300 m.ü.M. Im Jahre 2001 wurden auf einer Steinplatte des Rötidolomites über 100 Vertiefungen gefunden, die eine Gruppe Archosaurier vor rund 230 Millionen Jahren, im Erdzeitalter der Trias an der tropischen Meeresküste des Glarnerlandes, hinterlassen hatte. Bei Hinter Stäfeli geht’s dann rechts weg, um den Fuss des Nordgrates des Sandgipfel herum weiter, leicht und stetig ansteigend, bis zum Ochsenstock (2259 m ü. M.), bevor der kurze Abstieg zur gemütlichen Fridolinshütte SAC (2111 m ü. M.). Die SAC Hütteist eindrücklich gelegen: Nicht weit entfernt sieht man den zerklüfteten Bifertengletscher, auf einem Felsen davor thront die erste SAC-Hütte der Schweiz, die Grünhornhütte, welche wir je nach Lust und Laune sogar noch besuchen werden. Rechterhand ragt die Ostwand des Tödi gegen den Himmel. Und die Wände des gegenüberliegenden Bifertenstocks zeigen ihre Mächtigkeit. Ein erfrischendes Bad im Hüttenseeli bei der Hütte schliesst die Etappe ab. T 3, 5h Wanderzeit.

Mittwoch, 9. September, Tag 4: Die Etappe führt von der Gletscherwelt der Fridolinshütte SAC zur ältesten SAC Hütte und danach über Alpweiden und die tief eingeschnittene Linthschlucht zurück ins Tal und nochmals kurz hinauf ins ehemalige Kurhaus Obbort.Die Via Glaralpina führt von dieser eindrücklich-hochalpinen Gipfelwelt wieder talwärts, zuerst auf dem Bergwanderweg nach Hintersand (1299 m ü. M.) und dann auf der Kiesstrasse bis ins Tierfed (806 m ü. M.). Der Wanderweg führt im unteren Teil an der eindrücklichen Linthschlucht vorbei und verläuft über die historische Pantenbrücke. Ab Tierfed erreicht man nach einem kurzen Gegenanstieg das Etappenziel, das Berggasthaus Obbort (1048 m ü. M.). Es war früher ein Kurhaus und ist heute ein kleiner Landwirtschaftsbetrieb samt Berggasthaus mit Zimmern. T3, Wanderzeit ca. 5 h.

Donnerstag, 10. September, Tag  5: Die Wanderung führt über viele Tritte bis zur Hochebene von Mutten. Beim Muttsee wurde mit 1054 Metern Länge die längste Staumauer der Schweiz und die höchstgelegene Europas gebaut. Die Muttseehütte steht unweit des Sees entfernt.Frühe Tagwache lohnt sich im Berggasthaus Obbort (1048 m ü. M.). Nicht nur wegen der grandiosen Aussicht auf den Tödi in seiner vollen Pracht. Denn die Etappe bis zur Muttseehütte SAC ist steil und ein Aufenthalt im oberen Teil der Etappe durchaus lohnenswert: Denn hier oben sind ganz oft Steinböcke anzutreffen. Vom Berggasthaus Obbort führt der Bergwanderweg über den «Tritt», teils steile und ausgesetzte Passagen sind mit Ketten gesichert, zur Alp Baumgarten (1590 m ü. M.). Die Alp bietet noch einmal einen wunderbaren Blick auf den höchsten Glarner. Von hier geht’s hinauf zum Chalchtrittli (1875 m ü. M.), dieses Teilstück ist ebenfalls mit Ketten gesichert, und danach über den Bergwanderweg zur Muttseehütte SAC (2501 m ü. M.). Und wer hier leise und achtsam unterwegs ist, sieht sie womöglich bald: Die Steinböcke vom Muttseegebiet. Je nach Lust und Laune machen wir noch einen Abstecher auf den Nüschenstock (2893m, harmlose T4) über dessen Westgrat, bevor wir in die heimelige Stube der Muttseehütte eintreten. T3, 5 – 6 h Wanderzeit.

Freitag, 11. September Tag 6: Erst führt die Wanderung zur Kistenpasshütte SAC, dann zum grandiosen Muttenberg und über den Pass auf die Bündnerseite nach Brigels hinunter. Heimreise. Auf dieser Tour ist genussvolles Wandern mit Sicht auf hunderte von Berggipfeln angesagt.Nach dem Frühstück in der Muttseehütte SAC (2501 m ü. M.) folgt ein weiteres Highlight: Die Via Glaralpina führt über die neue Staumauer am Muttsee, die mit gut einem Kilometer Länge die längste in der Schweiz und die höchstgelegene in Europa ist. Über felsigen Boden führt die Etappe weiter bis zur Kistenpasshütte SAC (2715 m ü. M.). Wie ein Adlerhorst thront sie am Felsen – mit Blick auf den Limmernsee, auf Selbsanft, Bifertenstock und Tödi. Ab der Kistenpasshütte führt die Via Glaralpina den weiss-blau-weissen Markierungen folgend auf den Grat der Muttenberge. Für die fantastische Aussicht ins Bündnerland lohnt sich der kurze Abstecher zum gut sichtbaren Gipfelkreuz auf 2898 m ü. M. Vom Kistenpass (2640 m.ü.M.) führt unser Weiterweg zuerst über karges Gelände nur leicht abwärts via Cavirolas da Breil nach Rubi Sura (2173 m), dann etwa 500 Hm im Zickzack steil zum Bergbach Fliem (1624 m) hinunter. Diesem entlang wandern wir etwa 4 Km talauswärts nach Breil/Brigels (1284 m) wo wir vor der Heimreise unseren Durst in einem der Restaurants löschen. T2 – 3, wenige Stellen T4, 6 Std Wanderzeit.

Anforderungen: Kondition mittel. 5 bis 7 Std. reine Wanderzeiten.  Mittlere technische Schwierigkeiten (T2 – max.T4).

Ausrüstung: Gute und zweckmässige Wanderausrüstung (hohe Schuhe mit guter Profilsohle, Wind-, Wetter- und Sonnenschutz, Treckingstöcke, Seidenschlafsack, Ersatzkleider, HT- oder GA, wenn vorhanden SAC-Ausweis).

Treffpunkt/Zeit: Wir treffen uns am Sonntag, 6. September um 10:00 Uhr im Urnerboden Dorf (Postautohaltestelle) oder nach Absprache mit BERGWISEL.

Kosten: Fr. 600.00 bis 700.00 p.P., je nach Teilnehmerzahl. Nicht-SAC-Mitglieder zusätzlich Fr. 60.00. Inbegriffen sind 5 Übernachtungen im Mehrbettzimmer, Nacht- und Morgenessen, Marschtee sowie Wanderführertaxen. Exkl. allfällige Transferkosten.

Besonderes: Programmänderungen sind jederzeit möglich. Wetterbedingungen und die Verhältnisse am Berg müssen berücksichtigt werden. Es ist möglich auch nur einzelne Etappen mitzumachen mit entsprechendem Preisnachlass.

Anmeldungen: Verbindlich bis 23. August HIER

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